Honigwein – Met
14. Mai 2010

Vor der Herstellung eines guten Honigweins sollte klar sein, ein guter Met braucht einfach seine Zeit. Als Basis kann z.B. Honig, naturtrüber Apfelsaft, zerriebene Äpfel (bitte Gehäuse und Kerne weglassen), Antigel, Tannin und Hefenährsalz verwendet werden. Das Antigel oder auch Antigeliermittel wird zur Verbesserung der Selbstklärung benutzt. Danach wird mit destilliertem Wasser aufgefüllt und die Hefe in Form eines z.B. Portweins dazu gegeben. Durch die Beigabe von Gewürzen kann man dem Honigwein seine eigene persönliche Note geben. Auch die Gärung hat Einfluss auf den Geschmack. Wobei es durch die Gärung möglich ist einen trockenen oder sogar herben Honigwein herzustellen. Der vorhandene Zucker wird durch die Hefe in Alkohol umgewandelt und die dabei entstandenen Stoffwechselprodukte geben dem Met seinen typischen Geschmack.

Bei der Zugabe von Honig muss bedacht werden das bei niedrigem Honiganteil der Met wesentlich leichter gärt. Denn eine hohe Zuckerkonzentration entzieht anderen Zellen das Wasser und da alle Abläufe welche die Hefe betreffen in wässriger Lösung ablaufen, wird der Stoffwechselprozess der Hefezelle durch zu viel Zucker gehemmt. Der Alkoholgehalt von Honigwein beträgt meistens zwischen 11 – 16%. Mehr als 16% ist bei der Gärung nicht möglich, bei höheren Werten würde die Hefe absterben.

Bekannt ist der Met eigentlich durch die Wikinger geworden, obwohl sich der Herstellungsursprung in Ägypten befindet. Im Mittelalter fanden im Norden Europas richtige Saufgelage statt in Verbindung mit Opfergaben. Getrunken wurde der Honigwein aus Trinkhörnern. Zwischen zeitlich verlor der Met ein wenig das öffentliche Interesse, aber in der heutigen Zeit findet man ihn auf jedem Mittelaltermarkt und in so manch einem Keller einen köstlichen Vorrat eines privaten Metherstellers.


Hinterlasse einen Kommentar

Name: 
Email: 
URL: 
Kommentar: