Seinen Gästen Getränke im Plastikbecher anbieten?
28. Februar 2012

Zwar ist oft fraglich, ob die Gläser in bestimmten Lokalen wirklich sauber sind, aber reicht das aus um sie durch Plastikbecher zu ersetzen? Selbst wenn das Glas sauber scheint, kann es dennoch sein, dass sich Bakterien auf der Oberfläche befinden. Dies ist doch ebenso abschreckend wie der Gedanke, dass jemand das Brot, welches Sie verzehren, mit ungewaschenen Händen gebacken hat. Die meisten Deutschen sind mittlerweile so penibel, dass wir uns vor Bakterien unglaublich ekeln. Warum sollten wir sie dann auf Gläsern dulden?

Lippenstift und Krümel

Wer ist noch nicht in einem Restaurant gesessen und hat sein Getränk in einem verschmutzten Glas erhalten? In solchen Fällen befinden sich oft Rückstände von Lippenstift oder kleine Krümel im Gefäß. Eine Beschwerde reicht aus um ein neues Glas zu erhalten. Trotz alledem ist es sehr wahrscheinlich, dass das Restaurant nicht mehr aufgesucht wird, da man aufgrund des Vorfalls auf die allgemeine Hygiene der Lokalität schließen kann. Ist das Glas schon nicht richtig gewaschen, wie wird es dann wohl in der Küche zugehen?

Bakterien und Schmutz – das ekelt die meisten Deutschen

Öffentliche Toiletten, Treppengeländer, öffentliche Mülleimer, das alles ekelt uns. Schon allein die Vorstellung von Bakterien lässt dem ein oder anderen die Nackenhaare zu Bergestehen. Komischerweise trifft dies nicht auf die eigenen Bakterien zu. Zu Hause ist das eigene Klo doch auch nicht widerwertig und die Keime des eigenen Treppengeländers nicht einmal einen Gedanken wert. Folglich missfallen uns die Bakterien anderer Menschen.

Die Idee vom Plastikbecher

So wäre es doch, was unsere Gläsersache betrifft, eine Erleichterung die keimfreie Variante des Plastikbechers zu wählen (falls der Wirt die Becher nicht mehrfach verwendet). Jeder bekommt einen frischen Becher, den auch wirklich nur er selbst benutzt und falls sich Krümel darin befinden, gibt es keinen Grund mehr sich zu ekeln oder zu beschweren. Ob dies allerdings in der Realität langwierig durchsetzbar ist, ist eine andere Frage. Woher das Geld um jedem Gast einen Becher zu bieten? Es könnten schon alleine 300 am Tag sein. Und wohin mit dem ganzen Plastikmüll?


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